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76 Einträge
JanWen JanWen schrieb am 23. November 2022 um 15:28
Vorab schon mal: Vielen Dank für die vielen Informationen. Nach meiner Diagnose bin ich, auf der Suche nach weiteren Informationen und Hilfestellungen, durch Zufall über diese Seite gestolpert. Und auch wenn ich bereits sehr viel an mir gearbeitet habe und, meiner Ansicht nach auf einem guten Weg bin, haben mir einige der Beiträge nochmal ein paar neue Denkanstöße gegeben und weitere Arbeitsansätze bzw. Möglichkeiten zur Selbsthilfe aufgezeigt. Danke dafür! 🙂
Ina Ina schrieb am 21. Januar 2022 um 08:23
Hallo, erstmal vielen Dank für die Informative Seite. Im Rahmen einer Hausarbeit meines Masterstudiums in Gesundheitspsychologie schreibe ich derzeit über das Borderlinesyndrom. Du verwendest Abbildungen - darunter finde ich aber teilweise keine genaue Quellenangabe. Vor allem die für die Lebenszeitprävalenz wäre für mich interessant auf welche Zahlen du dich da beziehst. 🙂 Du schreibst da "die Studie ergab..." aber welche? Die von Bohus, auf die du dich vorab bezogen hast? Vielen Dank im Voraus! 🙂 Ina
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
Hallo Ina, Ich dachte eigentlich ich habe die Quellen überall dazu geschrieben, aber ich bekomme in letzter Zeit viele Fragen dazu. Ich habe die meisten Zahlen von einem Kongress, den ich auf der Seite auch erwähne. Prof. Dr. Bohus stellte dort die Zahlen vor. Teilweise habe ich auch die zugehörigen Studien vermerkt, soweit sie mir bekannt waren. Stand 2012. ich hoffe das hilft soweit.
Michael Hoyer Michael Hoyer aus Dresden schrieb am 23. Juli 2021 um 08:24
Die Seite ist unheimlich informativ. Vielen Dank dafür. Auch wenn in mir die Erkenntnis gereift ist, als Angehöriger in der Paarbeziehung gescheitert zu sein, da es keine wirkliche Reflexion über Beziehung gibt, sondern nur der "Sprung nach vorn" als Lösung gesehen wird. Trotzdem habe ich auch viel über mich gelernt. Meine Wünsche, die ich im Innersten trage und so vom BL erkannt wurden.
Andrea Andrea aus Mainz schrieb am 5. Januar 2021 um 21:18
Sehr viele Informationen gut erklärt. Danke. Mich würde interessieren, wo dein Bezug zu borderline ist. Bist du selbst Borderliner? Was Borderline Beziehungen angeht, so trifft alles zu, was du beschreibst. Auch wenn bei mir der Verdrängungsmechanismus zig Jahre funktioniert hat. Mein Partner war sehr gut darin, eine Fassade aufrechtzuhalten, und ich war sehr gewillt, an meine heile Welt zu glauben. Alle die beschriebenen Symptome sind da, sind ausgelöst durch einige Krisen heftig zutage getreten, und wenn man jetzt mit diesem Wissen zurückblickt, waren immer da, nur besser kaschiert. Es zerreißt mir das Herz, dass er sich jetzt so quält, aber ich kann ihm dabei nicht helfen. Aus Verantwortung für unsere Kinder habe ich die Beziehung beendet.
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
Ich habe selbst die Diagnose Borderline. Wenn ich mir im Nachhinein mein Leben so betrachte hätte man das vermutlich schon viel Früher erkennen können, dass da was nicht stimmt. Aber Selbsterkenntnis dauert manchmal ein wenig. Spannenderweise habe ich mich mit Borderline lange vor meiner Diagnose auseinander gesetzt, da ich damals in Beziehung mit einer Borderlinerin war. Das sie "etwas anders" ist als andere, merkte ich schnell, bei mir dauerte es ein wenig. 😉
Claudia Claudia schrieb am 25. April 2020 um 19:39
Hi, ich bin selber Borderlinerin und mich würde interessieren, ob Du es geschafft hast in einer stabilen Beziehung zu sein. Ich seh kein Entrinnen aus der Symbiose, ausser mich gänzlich aus einer Paarbeziehung herauszuhalten und halt mein Leben allein zu verbringen, um niemand mehr zu schaden....
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
Früher bin ich von einer Kurzbeziehung in die Nächste. Gern auch als Fernbeziehung, weil das für meine Nähe-Distanzproblematik am einfachsten war. Aber geholfen hat mir letztendlich an meinem Impulsivverhalten zu arbeiten. Ich bin jetzt seit über 4 Jahren in einer Beziehung und seit über 3 Jahren wohnen wir zusammen. Früher hätte die Beziehung vermutlich nie so lange gehalten, weil jedes Problem, welches in einer Beziehung unweigerlich mal entsteht, sofort zum Abbruch geführt hätte. Das hat sich verändert. Ich gebe mir Zeit und handel nicht reflexartig. Musste ich aber auch erst lernen. Geht wie so vieles leider nicht von Heute auf Morgen.
Anjy Anjy aus Koblenz schrieb am 9. März 2020 um 13:06
Informativer blog. WEnn ich alles zusammen zähle, ist eine Borderlinepersönlichkeit als Familienmitglied oder Partner eine tages- abend- und lebensfüllende Aufgabe. Aber man hat ja auch selber ein Leben. Ist mal krank oder niedergeschlagen. Die Kinder haben Problem in Mathe, der Schwiegervater bekommt drei Bypässe, die Schwiegermutter wird langsam dement. Man muss Kredite abzahlen oder hat das Auto geschrottet, der Hund hat Krebs, die Katze wurde überfahren, die neue Chefin ist eine schreckliche Person usw. usw. usw. Und in all dem soll man sich noch mit den wechselnden Befindlichkeiten von Borderlinern geduldig abgeben? Echt jetzt? Nein Danke. Das ist zu viel verlangt für Menschen, die noch ein paar andere Baustellen haben, die Alltag heißen.
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
Letztendlich kann jede Beziehung nur dann funktionieren, wenn man sich in der Beziehung wohl fühlen kann. Ich würde nicht sagen das Borderliner grundsätzlich Beziehungsunfähig sind. Ich kenne viele, die seit Jahren in glücklichen Beziehungen leben. Es setzt einfach ein sehr starkes Verständnis füreinander, aber auch für sich selbst heraus.
Sonja Sonja aus Salzgitter schrieb am 20. September 2019 um 10:01
Ich bin dankbar, diese Website gefunden zu haben! Meine Tochter (19 J.) ist schwanger und ihre ganze Art und Weise wird immer extremer! Bin mittlerweile am Ende meiner Kräfte... Kann sich eine Persönlickeitsstörung in einer Schwangerschaft so sehr Verschlimmern?
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
Um ehrlich zu sein kenne ich mich mit der Psyche in der Schwangerschaft nicht so gut aus. Das ist nicht mein Kernthema. Aber vom Gefühl her und dem was ich so über Schwangerschaften weiß verstärken sich Emotionen hormonbedingt durch die Schwangerschaft. Würde für mich durchaus Sinn ergeben wenn sich das dann auch auf die Stimmungsschwankungen und Emotionen bei Borderlinern auswirkt. Aber da habe ich keine eigenen Erkenntnisse darüber, kann deswegen wenig drüber schreiben.
Gregor Späte Gregor Späte aus Hilden schrieb am 22. Mai 2019 um 21:01
... richtig, richtig gut! Vielen, herzlichen Dank!
Piccola76 Piccola76 schrieb am 14. Mai 2019 um 06:06
WOW, das ist ein ganz toller Beitrag, vielen Dank! Ich selbst hatte lange Zeit meinem Ex-Partner (der eine Art Hochstapler mit einem Doppelleben und mehreren Beziehungen, die er heimlich pflegte) die Schuld daran gegeben, dass ich quasi seelisch fast zerbrochen war an der Beziehung mit ihm, seinen Lügen und seinem Alkoholismus. Ich hegte wirklich nahezu einen Hass gegen ihn. Ich sah mich als Opfer, als Co-Abhängige und als "guten Menschen" im Gegensatz zu ihm. Diese opferhafte Gutmenschenrolle hat mich aber völlig aufgewühlt und eher belastet. Mittlerweile habe ich Frieden mit der toxischen Beziehung geschlossen (wurde auch Zeit). Und ich bin der Meinung, dass ich starke Anteile einer abhängigen Persönlichkeitsstörung haben muss. Denn so etwas passiert ja auch nicht jedem. Jemand, der "gesund" ist, bleibt keine zwei Monate mit einem Hochstapler zusammen, zumindest dann nicht, wenn es herausgekommen ist, dass es sich um einen Hochstapler handelt. Ich habe durch bestimmte Verhaltensmuster meinen aktuellen Partner ziemlich belastet, so dass wir momentan eine Krise haben. Wobei ich aber hinzufügen möchte, dass er eine Art Trauma aus der Vergangenheit hat (wir sind beide über 40). Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen, das lässt sich wohl kaum vermeiden. Gewiss gibt es auch seelisch gesunde Menschen, mit höchsten leichten (narzisstischen, dependenten, etc.) Zügen, aber das ist ja noch nicht pathologisch. Ich persönlich finde, dass es am Wichtigsten ist, dass man sich selbst kritisch betrachtet und sich eingesteht, dass man eine Persönlichkeitsstörung entwickelt hat. Mir fällt es zwar noch nicht leicht, das so anzunehmen, aber es wird leichter. Denn nur so kann man an sich arbeiten. Ohne Krankheitseinsicht geht es leider nicht. Es hat so lange gedauert, bis bei mir der Groschen gefallen ist. Aber besser spät als nie.
Löwenherz Löwenherz aus Minden schrieb am 1. März 2019 um 14:34
Ich komme gerade recht frisch aus einer knapp einjährigen So-gut-wie- Fernbeziehung (70km) mit einer, natürlich, wunderbaren Frau (ich m, 54, sie w, 48) Zur Verarbeitung suchte ich Informationen über Borderline und stieß gestern auf diese außerordentlich gut gelungenen Seite. Der Hintergrund dafür, warum ich mich mit Borderline beschäftige: In unserer Beziehung erlebte ich diese Frau in allen Phasen so, wie sie hier treffend beschrieben sind. Nach ca. acht Monaten konfrontierte sie mich damit, ein Borderliner zu sein. Ich war reichlich erstaunt darüber und informierte mich, konnte keine aus den gewonnen Erkenntnissen keine signifikanten Parallenen zu mir erkennen. Ich teilte ihr das mit, auf Nachfrage konnte sie mir nicht sagen, worauf sie sich bei meiner Pathologisierung (Symptome, Herkunft usw.) bezieht. Faktisch war ich seitdem als Borderliner eingeordnet, das kam immer wieder in den Gesprächen durch. Sie selbst stammt aus einer hochproblematischen Kernfamilie. Sie erlitt sexuellen Missbrauch, ihre Mutter wandete sich deshalb von ihr über Jahre hinweg ab. Wie tiefgehend ihre Therapie (oder "einfache" Beratung?) darüber ging, das konnte oder wollte sie mir nicht mitteilen. Selbst bin ich Scheidungskind geworden, als ich 18 Jahre alt war. Eine liebevolle Ehe meiner Eltern erlebte ich nicht, aber auch keinen Liebesentzug o.ä. mir gegenüber bzw. ich nahm es nicht so wahr. Vor dreißig Jahren war ich wegen übwermäßigem Cannabiskonsum psychotisch und in stationärer Behandlung, auf Psychpharmaka und andere therapeutische Maßnahmen verzichtete ich im Anschluss. Seit dem bin ich "clean", außer Nikotin habe ich kein stoffliches Substitut. Vielleicht sind diese Informationen von Relevanz. Zurück zum Kern. Nachdem sie unsere Beziehung abrupt beendete (und sich laut ihrer Aussage schon vor einigen Wochen auf "Parship" anmeldete), holte ich ich einige Tage später bei einem langjährig befreundeten Psycholgen und Therapeuten Rat ein. Meine Ex-Partnerin lernte er vor einger Zeit ein Mal kennen. Es ging mir darum, meine Eigenanteile/Muster herauszuarbeiten und ggf. Strategien dafür/dagegen zu entwickeln. Im Laufe des mehrstündigen Gespräches verschob der Psychologe den Focus auf meine Ex-Partnerin und verblieb dort sehr lange. Er erzählte mir sehr von Projektion und ihren Wirkungen. Von Spiegelungen. Ich begann zu verstehen, dass s i e möglicherweise oder wahrscheinlich ihre eigene (vielleicht!!) vorhandene Borderline in mich projizierte. In mir selbst sah mein Gesprächspartner keine Anteile davon, was mich erleichterte. Ich beginne, auch dank dieser Seite, zu verstehen, warum diese Beziehung in dieser Dynamik verlief, verstehe die Mechanismen immer besser. Ganz schlimm für mich ist die Vorstellung, wie i h r emotionales Leben in unserer gemeinsamen Zeit ausgesehen haben könnte und dass wir deswegen letztlich keine echte Chance auf eine dauerhaft stabile und "gesunde" Beziehung hatten. Diese Erkenntnisse helfen mir auch sehr, bei keinem/r von uns eine Schuld für das Ende zu suchen, wir wussten es einfach nicht besser. Selbstverständlich weiß ich, dass ich sie auf gar keinen Fall als diagnostizierte Borderlinerin betrachten darf. Unsere Beziehungsführung und viele Anteile ihrer Persönlichkeit ähneln dem, was auf dieser Seite beschreiben wird, jedoch sehr. Zum Ende noch etwas prosaisches: Ich versuchte noch eine Kontaktaufnahme per SMS (jaaa... das ist nicht der richtige Weg, wie ich nun weiß), indem ich ihr vorschlug, gemeinsam eine Paartherapie zu beginnen, wenn auch sie uns beiden als Paar eine Chance geben möchte. Eine Reaktion, eine Woche nach dem Ende, erhielt ich bisher nicht. Ich wünsche uns allen viel Kraft!
Yvonne Yvonne aus Berlin schrieb am 12. Januar 2019 um 14:09
Lieber Grenzwandler, herzlichen Dank für die vielen für mich so nützlichen Informationen. Ich habe immer mir die Schuld an dem nicht gelingen der Beziehung zu einem Borderliner Mann gegeben. Ich dachte immer, mit ganz viel Liebe und Geduld würden seine emotionalen Sprünge auch für mich erträglicher werden und wir könnten in Ruhe miteinander leben. Ihr Seite hat mir Mut gemacht, das, was wirklich ist, anzunehmen und mich meiner Wahrheit zu stellen - nämlich, dass ich so nicht leben kann und nicht leben will. Jetzt darf ich mich in Liebe verabschieden und meine kleine Seele wieder in Ordnung bringen. Danke !
Willy Willy aus Seon (Schweiz) schrieb am 6. Januar 2019 um 22:07
Hallo Grenzwandler, Deine Seite ist wundervoll. Ich als (hoffe mal) Nicht Borderliner kann wahrscheinlich nicht im Ansatz nachvollziehen wie schwer es war dahin zu kommen wo Du jetzt bist. Sehr wahrscheinlich hast Du Menschen verletzt die Dich geliebt haben. Unzähligen Betroffenen und dessen Partnern, Angehörigen und Kindern hast Du aber, durch Deine Seite, geholfen. In dem Sinne Chapeau und weiter so, weil das was Du hier machst, macht Sinn. Danke. Unter welchen Umständen hast Du eine Therapie begonnen? Ich glaube ich bin mit einer Grenzwandlerin zusammen, wir haben zwei Kinder. Ich kann nicht einfach gehen und zu einer Therapie/Diagnose kann ich sie nicht zwingen. Hat es schon einen passenden Beitrag, den ich nicht gefunden hab?
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
Ich muss ganz ehrlich sagen. Ich hatte Glück im Unglück. Ich wäre damals niemals auf die Idee gekommen ich hätte psychische Probleme. Meine Kompensierungsmethoden funktionierten dafür viel zu gut. Bei mir waren das Extremsport, so gut wie täglich durchzechte Nächte und gerne auch mal alle möglichen Substanzen. Sowas macht der Körper nun mal nicht ewig mit und irgendwann wurde ich körperlich krank. Plötzlich konnte ich meine psychischen Probleme nicht mehr wie gewohnt bei Seite schieben und es kam der Punkt wo ich erkannte, dass schaffe ich nicht mehr allein. Zuvor hätte mich niemand dazu bewegen können psychische Hilfe ich Anspruch zu nehmen. Vermutlich hätte ich denjenigen eher selbst für Verrückt erklärt. Erkenntnis kommt vor Heilung. Ist einfach so. Kann man nicht abkürzen.
Laura Laura aus Kassel schrieb am 19. November 2018 um 22:55
Hallo, erstmal wollte ich sagen dass deine Seite echt super ist. Ich habe eine Frage zum Thema: ich bin Borderlinerin und was ich schon immer in mir trage (ich erinnere mich daran seit ich 3 Jahre alt bin) ist, dass ich immer eine Bezugs-/Beschützer-/Mutterperson in meinem Leben habe und brauche. Je nachdem wie man es nennen will. Es sind immer ältere Frauen, die mir in irgendeiner Weise das Gefühl von Geborgenheit, Zuneigung, Aufmerksamkeit, Schutz etc. geben. Ich bin mittlerweile 25 und es hört einfach nicht auf. Ich leide darunter weil ich es geheim halte, da es ja nicht normal ist. Aber das Vermissen von diesen Personen ist manchmal grausam, weil sie Dann in der Zeit das wichtigste in meinem Leben ist. Sogar wichtiger als mein Partner. Daran sind auch schön Beziehungen gescheitert. Ist das etwas, was auch andere Borderliner haben? Gibt es eine logische Erklärung dafür? Vielleicht komme ich damit dann etwas besser klar, wenn ich verstehen könnte und wüsste wie ich damit umgehen soll. Liebe Grüße
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
Das kenne ich tatsächlich auch von vielen anderen Betroffenen. Das ist auch gar nicht so unverständlich wenn man bedenkt das ein destruktives Elternhaus oder das fehlen von gesunden Elternanteilen einer der Hauptgründe für Borderline ist. Der Wunsch nach Geborgenheit und mütterlicher Fürsorge ist ein Grundbedürfnis und gerade Menschen mit brüchigem Ich-Bewusstsein sind auf der Suche nach Geborgenheit. Das ist ein sehr komplexer Bereich. Da könnte ich sehr viel darüber schreiben. Vielleicht finde ich mal die Zeit dazu. Positiv ist, dass Du dieses Muster so reflektiert erkennen kannst. Das ist meinst der erste Weg positive Veränderung herbei zu führen.
Kathrin Kathrin schrieb am 3. August 2018 um 16:25
Lieber Grenzwandler! Ich bin gestern über Deine Seite gestolpert und sie hat mir viele Fragen beantwortet in Bezug auf meine Mutter, die, so wie ich es wahrnehme an Borderline leidet, mit den entsprechenden Komorbiditäten. allerdings nicht diagnostiziert. Es ist viel von Beziehungen die Rede. Aber was macht es mit den Kindern, wenn die Mutter sie über Jahre manipuliert? Ich bin ein solches Kind, meine Geschwister ebenfalls und sich aus diesen Manipulationen, aus dieser Krankheitsumklammerung zu lösen ist bei weitem schwieriger, als eine Liebesbeziehung zu beenden - ist sie doch immerhin unsere Mutter, die uns geboren hat, uns großgezogen hat, die ihren Kindern ja eigentlich nichts antun kann (als idealisiertes Bild). Und doch manipuliert sie uns, um keine Trennung zu erleiden (selbst eine Partnerschaft von uns Kindern empfindet sie als Trennung, selbst ihre eigenen Enkelkinder). Ein bewährtes Mittel: die projektive Identifikation. Wie kommt man als Kind darauf, dass die eigene Mutter so etwas mit ihren Kindern macht? Man in ein Leben geschmissen ist, das nur aus Schuldgefühlen der Mutter gegenüber besteht. Etc, etc. Wie geht man als Kind mit einem Borderliner um? Ich musste 40 werden, um die Dinge so klar benennen zu können und mich aus dieser Umklammerung befreien zu können, die mein Leben war. Und den endgültigen Bruch musste ich vollziehen, als meine Mutter mir gegenüber nicht mehr "habhaft" werden konnte, weil ich mich von dieser Schuld befreit hatte, und sie deshalb an meinen Sohn gegangen ist. So blieb mir nur eines: der Kontaktabbruch, zum Schutz meiner Kinder und meiner selbst.
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
Stimmt, über den Bereich habe ich tatsächlich nie geschrieben und man findet glaub ich sehr selten etwas darüber. Ist ein guter Impuls sich der Sache mal anzunehmen. Vielen Dank dafür. Weiß nur nicht wann ich es mal schaffe.
Katydid Katydid schrieb am 3. August 2018 um 09:33
Borderline ist behandelbar und nicht jede Beziehung mit einem Borderliner ist unmöglich oder endlos destruktiv. Mir fehlen hier die Nuancen. Aussagen wie "Die rationale Erkenntnis, dass die Borderline-Persönlichkeitsstörung es den Partner unmöglich macht, mit dem Betroffenen, eine glückliche Beziehung zu führen." oder auch, dass der Partner sich gar nicht in die Person hinter dem Borderline verliebt hat, sondern nur aufgrund der Spiegelung glaubt, die Person zu lieben, sind extrem hart, schwarz-weiß-malerisch und es wird überhaupt nicht nuanciert. Es gibt hinreicht Belege dafür, dass Borderliner, wenn sie sich erfolgreich behandeln lassen und aktiv an sich arbeiten, sogar in der Lage dazu sind, zu heiraten und Kinder großzuziehen und ein einigermaßen normales Leben sowie eine stabile Beziehung zu führen. Borderline ist zudem nicht bei jedem Menschen gleichermaßen ausgeprägt. Dieser Blog bestätigt alle Vorurteile, die über Borderline herrschen, aber er räumt keine Möglichkeit zur Relativierung oder Hoffnung ein. Das finde ich immens schade. Liebe Borderliner und liebe Borderliner-Partner: Eine Beziehung ist möglich, wenn die Behandlung anschlägt!! Borderliner sind keine schlechten Menschen. Und es stimmt einfach nicht, dass man sich als Partner nicht in den Menschen verliebt, sondern aufgrund der Spiegelung einer Illusion erliegt. Das kann passieren, ja, aber es kann genauso passieren, dass sich ein Mensch in einen anderen Menschen (!!!) verliebt, der leider Borderline hat. Gebt die Hoffnung nicht auf und glaubt bitte nicht an die Stigmatisierung, die teilweise betrieben wird, wenn es um diese schlimme Erkrankung geht. Borderliner sind keine schlechten Menschen. Borderliner sind in der Lage, aufrichtig zu lieben. Borderliner können geliebt werden und sie haben Liebe verdient, sowie jeder andere Mensch auch. Das Wichtigste ist: Gebt Euch in Behandlung, lasst Euch helfen, sucht die passende Therapie und lasst Euch helfen! Wenn Euer Zustand für Eure Partner unzumutbar ist oder wird, trennt Euch ihm zuliebe, damit er nicht in den hier beschriebenen Strudel der Destruktion gerät. Aber auch hier: Eine Trennung kann auch eine Trennung auf Zeit sein bis die Therapie erste Erfolge zeigt. Schwarz-weiß-Malerei ist eines der Grundprobleme von Borderline, deshalb lasst Euch nicht von der hier betriebenen Schwarz-Weiß-Malerei kränken und entmutigen. Es gibt im Leben immer Grauzonen und ja, Borderline ist behandelbar!!!
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
es ist sehr Schade wenn dich meine Seite so sehr triggert. Ich kann dir aber von vollem Herzen sagen, das ich Borderliner nicht dämonisiere. Ich bin selbst Borderliner und seit vielen Jahren in Therapie. Ich habe Kontakt zu sehr vielen Betroffenen. Arbeite auch immer wieder in Projekten für Borderliner mit. Ich glaube auch nicht das ich verallgemeinere. Ich spreche Borderlinern auch nicht ab Beziehungen zu führen. Ich selbst bin auch seit vielen Jahren in einer gut funktionierenden Beziehung. Was ich jedoch sage, es setzt Selbstreflektion voraus, die man aber mit der Zeit entwickeln kann.
Robert F. Robert F. aus Koblenz schrieb am 4. Juli 2018 um 17:49
Hallo, sehr gut gestaltete und informative Seite. Erst mal ein Lob dafür. Momentan benötige ich Informationen speziell zum Thema männliche Borderliner. Ein Merkmal bei weiblichen Borderlinerinnen ist ja, dass sie oft eine Neigung zur Promiskuität verbunden mit einer besonders starken Ausstrahlung auf das andere Geschlecht haben. Dies führt ja bekanntlich oft zu sexuellem Risikoverhalten und einer sehr großen Anzahl an Beziehungs- und Sexualpartnern. Meine Frage wäre nun: Ist dies umgekehrt bei männlichen Borderlinern genauso. Sprich: Üben sie genauso eine gesteigerte Anziehung auf das andere Geschlecht aus und ist ihr Sexualleben mit genauso hohem Risikoverhalten und einer ebenso hohen Anzahl an Beziehungs- und Sexualpartnern verbunden? Leider find ich dazu nirgendwo Informationen. Vielleicht kann mir ja hier jemand weiterhelfen (Hinweis auf Forschungeergebnisse oder persönliche Erfahrung mit einem männlichen Borderliner.) Vielen Dank schon mal für jede Antwort! Noch eine Antwort für Canis Majoris: Du musst lernen dich abzugrenzen gegenüber Partnerschaftsangeboten von Menschen, die dir emotional Schaden zufügen können. Wenn du ein Helfersyndrom hast, dann lenke das in "professionelle" Bahnen (z. B. Krankenpfleger, ehrenamtliche Betreuung von Flüchtlingskindern usw.) und lebe es nicht über deine "privaten" Liebesbeziehungen aus. Du wirst sehen, dann wird dein Altruismus für dich eine Quelle des Glücks und nicht des Leids sein.
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
Es ist ein bisschen schwierig exakte Aussagen zu treffen was ein männlicher Borderliner macht oder nicht nicht macht. Es gibt wie bei den meisten psychischen Störungen einfach keinen Prototypen sondern es variiert stark. Bei Borderline kommt ja auch hinzu, dass es nie alleine auftritt. Was Promiskuität angeht, kenne ich bei beiden Geschlechtern die beiden extremen. Von sehr starker Promiskuität bis zu Ablehnung von sexuellen Kontakten. Risiko bei sexuellen Kontakten ist bei Borderline (egal ob männlich oder weiblich) eines der häufig genannten Symptome. Als Anmerkung möchte ich dir noch mitgeben, dass es auch einen ganz einfachen Grund für viele vorhergegangene Beziehungen gibt. Wenn ich langjährige Beziehungen habe, werden es eher weniger sein als bei einem Menschen, dessen längste Beziehung nicht mal ein Jahr hält.
Jochen Jochen schrieb am 19. Juni 2018 um 00:27
Es wäre schön, wenn die inhaltlich sehr interessanten Artikel vor der Veröffentlichung auf Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler geprüft werden könnten. In der jetzigen Form mit etlichen haarsträubenden Fehlern erweckt die Seite leider einen sehr unseriösen Eindruck.
Administrator-Antwort von: Grenzwandler
Vielen Dank für die berechtigte Kritik. Ich bin mir durchaus bewusst das Rechtschreibung ein großes Problem für mich ist. Darum bin ich auch Froh das ich bei Veröffentlichungen über meinen Verlag Zugriff auf ein Lektorat habe. Dies betrifft aber leider nicht meine Seite und ich selbst überlese meine Fehler leider gern. Ich versuche mich zu bessern und mit einer geplanten Revision der Seite die gröbsten Rechtschreibfehler zu beseitigen.
Canis majoris Canis majoris aus Eisenach schrieb am 24. Mai 2018 um 12:16
Wie viele andere habe ich mich mit dem Thema erst beschäftigt als es zu spät war. Seit 2 Monaten besteht kein Kontakt mehr! Ausser wann sie ihre Sachen holen kann und einer ziemlich unbeholfenen "Vergebungs Nachricht" meiner seits. Kein on off, kein Versuch irgend etwas zu retten. Es ist kalt einsam und bitter. Obwohl mein Gehirn mir immer wieder einreden möchte das ich helfen kann, das es doch funktionieren kann versuche ich auszublenden. Ich habe dann diesen Blog entdeckt und verstanden das ich den Schmerz verarbeiten kann indem ich lerne zu verstehen Warum. Das menschliche Gehirn kann nur verstehen was im laufe seiner individuellen Entwicklung als nachvollziehbar und logisch erscheint. Diese Strukturen sind geprägt und einem alten Hund bringt man nichts mehr bei! Das macht eine Trennung von einem Grenzgänger so suspekt so unbegreiflich. Trotz eingehender Studien wird bei jedem ex Partner eines Grenzwandlers immer ein Konflikt bestehen bleiben! Ganz ähnlich des Konfliktes zwischen Nähe und Einsamkeit eines Borderliners. Diesen Konflikt zwischen "ich war doch etwas besonderes für Sie" Und "ich war doch nur einer von Vielen" ist vielleicht vergleichbar mit dem Konflikt im Borderliner. Ich versuche nicht zu verbittern aber es ist unglaublich schwer. Was bleibt ist die Tatsache das ich bereits 2 mal jemanden mit einer Persönlichkeitsstörung zu nah an mich heran gelassen habe. Ich bin mir sicher das ich ein Magnet, ein Leuchtturm für Gestrandete bin! Sie können mich sehen doch wie kann ich lernen sie zu sehen? Bevor der Mantel der Symbiose mich umfängt und meinen Blick verschleiert. Wie kann man lernen das Helfer Syndrom zu kontrollieren ohne es aufzugeben? Es ist schließlich Bestandteil des typischen Borderlinpartners. Und wie ich finde, eines der wertvollsten menschlichen Eigenschaften überhaupt. Dieser Blog hat meinen Schmerz in Bahnen gelenkt, ihn kontrollierbar gemacht. Dafür bin ich sehr dankbar.
Käthe Käthe schrieb am 20. April 2018 um 10:20
Lieber Grenzwandler, Ihr Blog ist sehr, sehr gut. Und das Buch, das Sie zusammen mit Frau Pavic geschrieben haben, fantastisch. Mir wurde und wird immer noch sehr vieles klarer. Ich befand mich mehrere Jahre in einer On-Off Affäre mit einem Borderliner. Vielen, lieben Dank und alles Gute!
Rebecca Rebecca schrieb am 16. April 2018 um 15:10
Danke für die wundervolle Seite. In Behandlung bin ich seit 2008 mit der Diagnose Borderline sowie Depressionen. Die Seite klärt wahnsinnig gut auf und Angehörige können hier viel erklären und verstehen.