Lieber Grenzwandler! Ich bin gestern über Deine Seite gestolpert und sie hat mir viele Fragen beantwortet in Bezug auf meine Mutter, die, so wie ich es wahrnehme an Borderline leidet, mit den entsprechenden Komorbiditäten. allerdings nicht diagnostiziert. Es ist viel von Beziehungen die Rede. Aber was macht es mit den Kindern, wenn die Mutter sie über Jahre manipuliert? Ich bin ein solches Kind, meine Geschwister ebenfalls und sich aus diesen Manipulationen, aus dieser Krankheitsumklammerung zu lösen ist bei weitem schwieriger, als eine Liebesbeziehung zu beenden - ist sie doch immerhin unsere Mutter, die uns geboren hat, uns großgezogen hat, die ihren Kindern ja eigentlich nichts antun kann (als idealisiertes Bild). Und doch manipuliert sie uns, um keine Trennung zu erleiden (selbst eine Partnerschaft von uns Kindern empfindet sie als Trennung, selbst ihre eigenen Enkelkinder). Ein bewährtes Mittel: die projektive Identifikation. Wie kommt man als Kind darauf, dass die eigene Mutter so etwas mit ihren Kindern macht? Man in ein Leben geschmissen ist, das nur aus Schuldgefühlen der Mutter gegenüber besteht. Etc, etc. Wie geht man als Kind mit einem Borderliner um? Ich musste 40 werden, um die Dinge so klar benennen zu können und mich aus dieser Umklammerung befreien zu können, die mein Leben war. Und den endgültigen Bruch musste ich vollziehen, als meine Mutter mir gegenüber nicht mehr "habhaft" werden konnte, weil ich mich von dieser Schuld befreit hatte, und sie deshalb an meinen Sohn gegangen ist. So blieb mir nur eines: der Kontaktabbruch, zum Schutz meiner Kinder und meiner selbst.